Das Résumé

November 3, 2008

1. Es ist möglich eine Seidenraupenzucht in Deutschland durchzuführen. Der Klimawandel sorgt dafür, daß wir sehr selten noch Temperaturen unter – 20 Grad haben, so daß es auch möglich ist den Maulbeerbaum in größeren Mengen anzupflanzen.

2. Die Raupen reagieren sehr empfindlich auf Lärm und Temperaturschwankungen. Wenn mann in einem größeren Stil Seidenraupen züchten wollte muß man entsprechend temperierte und belüftete Hallen haben.

3. “Reiseraupen” überleben nicht. Meine Grundsätzliche Idee war es ja, durch das mitnehmen der Seidenraupen den Menschen wieder bewußt zu machen was Seide ist und wo sie herkommt. Das wäre vielleicht mit einem temperierten Terrarium möglich, so wie ich es versucht habe jedenfalls nicht.

Ich habe mir jetzt natürlich überlegt was ich machen soll…..

Einerseits habe ich jetzt die Maulbeerbäume und die Hängewohnung für die Raupen, andererseits müßte ich die Zucht zu Hause durchführen.

Der Grundgedanke war ja das Zeigen der Raupen….

Hmmm…….

Es gibt auch Muschelseide………. :-)

Das Ende

November 3, 2008

Nun muß ich doch mal endlich nach so langer Zeit das Ende der Geschichte erzählen:

Paul ist tot.

Ich hatte ihn ja schon vorsichtshalber zu Hause gelassen, wie ich auf die nächste Veranstaltung fuhr. Er hatte nur noch 2 Tage bis zum verspinnen!!!

Als ich allerdings nach Hause kam war von Paul weit und breit nichts zu sehen. Schließlich fand ich ihn starr und tot auf der Unterseite eines Blattes.

Dies war das Ende des Seidenzuchtexperiments.

Tag 33 bis 35

Juni 18, 2008

Die übrig gebliebene Raupe nenne ich Paul.

Paul geht es gut und er ist derzeit 2 cm lang.

Tag 32

Juni 18, 2008

Heute sind alle bis auf eine Raupe am Hitzschlag gestorben.

Leider machen die Raupen wohl die Strapatzen der Autofahrten und der Temperaturen nicht wirklich mit.

Insgesamt lässt sich sagen, daß die Raupen sterben an:

Temperaturen von mehr als 30 bzw. weniger als 10 Grad. Unruhe. Keine Lust zu fressen.

Jetzt ist natürlich die Überlegung ob ich mir schnell noch mal Eier besorge, um weiter zu machen, aber das würden die armen Tiere ja auch nicht überleben. Ich wollte die Tiere ja zum Zeigen mitnehmen. Sie zu Hause zu züchten entspräche nicht dem Sinn…. das ist vielleicht etwas was ich in ein paar Jahren mache, wenn ich den ganzen Sommer über zu Hause bin.

Tag 31

Juni 18, 2008

Wieder eine weniger…..

Tag 30

Juni 18, 2008

In manchen Fällen ist mir nicht wirklich klar, woran die Raupen sterben, aber es sind jetzt nur noch 9.

Tag 25

Juni 9, 2008

Die aktuelle Zählung ergibt, daß bis hierhin es 10 Raupen geschafft haben.

Von den 25 geschlüpften haben es 15 bis zur ersten Häutung geschafft.

Nach der 2. Häutung sind es jetzt noch 10. Hoffentlich reduziert es sich nicht noch weiter in dem Tempo!

Tag 22- 24

Juni 9, 2008

Mittlerweile haben die stärksten Raupen eine Länge von über 10 mm erreicht.

Es ist kühler geworden. Obwohl mittlerweile die 2. Häutung stattgefunden haben muß habe ich immer noch keine Hülle gesehen.

Tag 21

Juni 9, 2008

Im Botanischen Garten von Erlangen steht ein 120-jähriger Maulbeerbaum.

Der schmeckt meinen Raupen gut.

Tag 19 und 20

Juni 6, 2008

In den von mir gelesen Schriften zur Serikultur, also zur Seidenzucht besagen, daß man kleine und inaktive Raupen aussortieren soll. Diese Auslese tritt auch auf natürlichem Wege ein:

Wir haben die ersten Todesfälle zu verzeichnen.

Der Botanische Garten in Würzburg hat einen Morus alba, aber ich bin nicht dazu gekommen ihn persönlich zu sehen.